Ein Tag am Zuma-Beach

Wenn wir gefragt werden, welcher Strand uns in oder bei Los Angeles am besten gefällt, so ist einen von ihnem der Zuma Beach. Sicher nicht so populär wie Venice Beach mit seinem weltbekannten Pier, Malibu und Huntington Beach mit ihren vielen Surfen oder malerisch schön wie Laguna Beach im Süden der Stadt. Wir wählen meistens diesen Küstenabschnitt,  weil er zum einen für uns aus Topanga Canyon recht gut erreichbar ist und weil wir beim Surfen oder Stand Up Paddling so viel Spielwiese haben, dass man nicht Angst haben muss, einheimischen Surfen ungeschickt in die Quere zu kommen. Außerdem finden wir schnell unsere Ruhe vollkommen abseits irgendwelcher Menschenpulks und Touristenbusse.

IMG_7730.JPG

Seit inzwischen vier Jahren verbringen wir viel Zeit an diesem Strand, der  ca. 30min mit dem Auto von Santa Monica entfernt und im Norden der Stadt kurz hinter Malibu Beach unmittelbar am Pacific Coast Highway gelegen ist. Parken kann man kostenpflichtig entweder direkt auf einem der den Strand begleitenden Parkplätze oder kostenlos direkt am Seitensteifen zwischen dem Highway und den Parkplätzen. Bitte beachtet aber unbedingt die Beschilderung; an einigen Abschnitten ist das Abstellen von Fahrzeugen grundsätzlich nicht gestattet. Die Einfahrt auf den Parkplatz findet Ihr direkt hinter Point Dume. Wenn Ihr die lange Bergabfahrt von Malibu aus kommend nehmt, glitzert halblinks bereits der Ozean. Direkt unten in der langen Rechtskurve biegt Ihr am Hotel rechts ab und haltet Euch weiter rechts, so dass Ihr den PCH unterquert. Vor Euch befindet sich die Einfahrt zum Zuma-Beach-Parkplatz. Die Kosten hier variieren und sind abhänging vom Wochentag sowie dem Zeitpunkt, an dem Ihr den Parkplatz befahren wollt. Direkt links fällt die beeindruckende Felsenküste von Point Dume auf, die unvergessliche Spaziergänge für Euch bereit hält. Nicht nur in der Abendsonne ist diese Landschaft einfach phantastisch.

sup-surfing-zuma-beach.png

In Richtung Norden blickend erwartet Euch der sehr lange wie auch breite Zuma Beach. Wir schätzen vor allem den hinteren Teil des Strandes. Zum einen finden wir hier zum Surfen oft bessere Bedingungen vor, da der Shorebreak ab 4 bis 5 Fuß ziemlich heftig im Nacken scheppert und es ansonsten kaum Channels gibt, um hinter die Wellen zu kommen. Zum anderen befinden sich dort auf der anderen Seite des Highways einige Geschäfte im Trancas Country Market, wie beispielsweise Vintage Grocers, Starbucks (sanitäre Anlagen) oder auch dem ansässigen Surfshop, bei dem man zu fairen Konditionen unter anderem Softdeckboards leihen kann. Wem das nicht gefällt und kein eigenen Brett dabei hat, wird auf jeden Fall in Malibu im Surfshack fündig.

Bliss-surfboards-zuma-beach.JPG

Wenn wir im Oktober unsere Stunden am Zuma Beach verbringen, so haben wir nicht selten einen Abschnitt von weit über hundert Metern für uns allein. Nur im Wasser müssen wir uns immer wieder mit vorbeiziehenden Delfinen oder neugierigen Seehunden arrangieren. Gelegentlich kommen auch zu dieser Jahreszeit die Rettungsschwimmer auf ihren Quads oder Jeeps vorbei. Auffällig ist an diesem Strand neben der Sauberkeit auch der feine, helle Sand. Lediglich das allgegenwärtige Kelb aus dem Meer verziert die Küste wie Lametta den Weihnachtsbaum. Aber ganz ehrlich?: Das ist die Natur, das gehört dazu.

IMG_7818.JPG

Nehmt Euch Zeit. Legt Euch in den Sand, gönnt Euch einen Sandwich oder Wrap und einen Eistee und beobachtet, wie die Pelikane nur knapp über dem Meeresspiegel vor den Wellen entlang gleiten, als würden sie vollkommen schwerelos surfen. Oder sucht Euch am nördlichen Ende, direkt an den ersten Häusern, ein paar Steine und baut Burgen oder Pyramiden. Oder lest ein Buch und lauscht dem nie endenden Rhythmus des Meeres.

Für was aber auch immer Ihr Euch entscheidet: Holt einfach tief Luft und genießt den endless summer. Und den Tag am Meer.
 
 


 
Absatz